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Loslassen

Umzug in ein neues, besseres, anderes Leben.

Vor zwei Jahren lebte ich dort, wo ich alt werden wollte. In einem kleinen Dorf mit einer unglaublichen Fernsicht, netten Menschen, vielen Kindern, festen Verbindungen und klaren Strukturen. Ich hatte mir schon das Grundstück ausgeguckt, auf dem ich mein Traumhaus bauen wollte.

Kurz vor unserem Umzug, 300 km weg von meiner gewählten Traumheimat, stand dieses Grundstück plötzlich zum Verkauf. 35.000 € für drei Hektar Land. Mein Place-to-be war in der Eifel.

Aus beruflichen Gründen, ging mein Mann nach Baden-Württemberg. Vier Tage die Woche. Drei war er bei uns Zuhause. „Uns“ das bin ich und unsere drei Kinder. Damals 1, 5 und 7 Jahre alt. Für ein knappes Jahr war alles in Ordnung. Wir überlebten diese Zeit mit der Vision auf ein Homeoffice in, nicht ganz klar definierter, Zukunft. 

Nach knapp einem Jahr bekam ich Angstzustände, plötzliches Herzrasen und das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren. Einfach so. Aus dem Nichts. Ich sagte meinem Mann, dass ich keinen Tag länger ohne ihn Zuhause mit den Kindern bleiben könne. Am darauf folgenden Montag fuhren meine Kinder und ich mit ihm „zur Arbeit“. Wir konnten bei meiner Schwiegermutter, die in der Nähe der Arbeitsstelle meines Mannes lebte, unterkommen. Unsere älteste Tochter hatten wir für eine Woche von der Schule beurlaubt. Dies war, eine Woche vor den Sommerferien, glücklicherweise kein Problem.

In dieser Woche beschlossen wir, nach Baden-Württemberg umzuziehen. Weg von Freiheit, Natur und Pferden. Aus einem Haus auf einem Berg mit 30 km Fernsicht in eine Kleinstadt. In ein Reihenhaus mit einem Garten so groß wie ein Teppich.

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