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Gekündigt

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien habe ich meinen Job gekündigt.

Und ich fühle mich so frei!

Und ich fühle mich so gut!

Ich fange mal am Anfang an. Der war am 1. April 2018. Ich habe eine Halbtagsstelle als Erzieherin angetreten. Im meinem Job den ich gelernt habe, und nie wieder ausüben wollte. Aber das Leben spielt anders als man denkt und im Frühling letzten Jahres, war unsere Familie auf ein zweites Gehalt angewiesen.

Ich habe also in einem Kindergarten angefangen, der direkt neben der Grundschule liegt in die meine Töchter gehen, mit Arbeitszeiten, die es mir möglich machten Mutter und berufstätig zu sein. Das erste halbe Jahr habe ich mich einfach nur gefreut, dass auch ich wieder zur Finanzierung der Familie beitragen konnte und habe dem Ende der Probezeit entgegengefiebert.

Als diese dann vorüber war, und das neue Kindergartenjahr begann, sollte mein Sohn dann auch in „meinem“ Kindergarten, in einer anderen Gruppe, eingewöhnt werden. Das hat nicht besonders gut geklappt.

Und der Flow vom eigenen Gehalt, ging nun auch rasch vorüber. Es war ein Zusammenspiel mehrerer Komponenten, die dazu geführt habe, dass aus „Ich arbeite nicht mehr so gerne.“ zu einem „Ich kann nicht mehr!“ wurden. Die Entwicklung war allerdings rasant und vollzog sich innerhalb von drei Monaten.

Es war die Struktur in der Einrichtung, die fehlende Zeit für meine Kinder, das ständige Abhetzen. Das Chaos in unserem Haus und das Fehlen meiner Nerven. Die wurden im Kindergarten verbraucht und für meine eigenen Kinder blieb eine leere Mutterhülle übrig, die nur noch das Nötigste erledigte. Und zum Lachen hatte ich sowieso keine Energie mehr übrig.

Dem habe ich also ein Ende gemacht, als ich am 21. Dezember meine Kündigung abgab und befreit in die Weihnachtsferien schritt,

Jetzt habe ich noch vier Wochen vor mir. Mir graut vor der Zeit, weil ich versuche soviel Minusstunden wie möglich nachzuholen und vor allem, die Arbeit aufzuarbeiten, die sonst an meinen (ehemaligen) Kollegen hängen bleibt. Wenn ich an die Morgen denke, an denen mein Mann schon aus dem Haus ist, und ich bis 8 Uhr drei Kinder und mich selbst, mit allem ausgestattet was man für den Tag braucht, in die Welt losschicken muss. An die Mittage, an denen drei hungrige Kinder darauf warten, dass das Mittagessen endlich fertig wird.

Ich weiß, da draußen gibt es eine Menge Frauen, die das alles jeden Tag wuppen und sich nicht beschweren. Alleinerziehende Frauen, die ihren Kindern ein tolles Leben bieten möchten und sich selbst dabei vergessen. Es gibt Frauen, die ihren Job lieben und aus ihm die Kraft für den Alltag mit den Kindern ziehen.

Das hier ist meine Geschichte.

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