tief weit

Zusammen

Seit gut zwei Monaten bin ich nun „zu Hause“, kümmere mich um die Kinder, den Haushalt und basteln ein bisschen an der Webseite meines Mannes mit. Und ich bin mir über einiges klar geworden.

Meine Kündigung im Kindergarten hatte noch andere Gründe, als die bereits genannten. Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Vor drei Jahren hat mein Mann sich selbständig gemacht. Ich war von Beginn an Teil dieses Unternehmens, indem ich hinter ihm stand. Und auch einige damit verbundene Lasten haben wir gemeinsam getragen. Zum Beispiel unseren Umzug nach Baden-Württemberg. Als das neue Unternehmen knapp zwei Jahre alt war, kamen finanzielle Schwierigkeiten auf uns zu. Daher entschied ich mich zu in meinem gelernten Beruf zu arbeiten. Diese Entscheidung machte emotional einiges mit mir. Nach dem Gefühlshoch: „Ich schaff das!“, „Drei Kinder und Halbtagsjob, kein Problem.“, „Ich verdiene auch wieder Geld für die Familie.“ schlich sich ein Gefühl der Trennung in mir ein. Mein Mann und die Firma, ich und die Kinder. Dabei war das Start-up zu Beginn unser gemeinsames Baby, eine Entscheidung die wir zusammen getroffen haben. Und eigentlich wusste ich schon bevor ich mich für eine Arbeitsstelle entschieden hatte, dass es falsch war. Ich handelte aus Angst heraus. Und Angst ist immer ein schlechter Ratgeber.

Die Kündigung erfolgte nicht in einer Zeit der finanziellen Sicherheit. Und doch wusste ich, dass es die einzig richtige Entscheidung ist.

Und jetzt, mit etwas Abstand sehe ich die Früchte diese Entscheidung. Mein Mann und ich sind wieder eng zusammen gerückt. Ich bin mehr in die Firma eingebunden als je zuvor. Ich kümmere mich zunehmend um Social-Media Inhalte, gestalte die Webseite mit und bin bei wöchentlichen Meetings dabei. Unsere Familiensituation und unsere Ehe haben sich entspannt, obwohl es finanziell (noch) nicht alles rosarot aussieht. Aber wir sind auf einem guten Weg. ZUSAMMEN.

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